18.12.2012

LHG und JuLis fordern Ende des Haus Mainusch

Nach der jüngsten Diskussion über den Fortbestand des linksautonomen Zentrums
Haus Mainusch fordern die Jungen Liberalen und die Liberale Hochschulgruppe
Mainz ein Ende der finanziellen Zuwendungen seitens Universität sowie Verfasster
Studierendenschaft.
Die Universität fördert seit Jahrzehnten die linksalternative Szene der Region
durch infrastrukturelle Unterstützung. Das Haus Mainusch bietet Gruppierungen
zwischen Attac, Antifa und Linksjugend ein Zuhause auf dem Campus, einen
„Gegenpol“, wie es selbst sagt.

Dem Vernehmen nach wurde das Haus Mainusch in den 80er Jahren besetzt und wird nun schon seit geraumer Zeit von der Universität in einem legalen Mietverhältnis
zur Verfügung gestellt. Vor Erhöhung der Miete bezahlte die Universität ihrerseits 880€ Miete für das Gebäude an das Land, erhielt von den Betreibern des Haus Mainusch jedoch lediglich 280€ Miete. Der restliche Betrag von 600€ wurde durch die Universität subventioniert.
Die beliebteste Veranstaltung ist wohl die „Schwarz-Rote Kneipe“ jeden Dienstag,
die wie folgt beworben wird: „Hiermit haben wir auf dem Campus der Uni Mainz einen Raum geschaffen, in dem sich Menschen, die sich für linke Politik oder Antifaarbeit interessieren treffen, austauschen und vernetzen können“. Das Emblem trägt das Antifa-Logo und den Aufruf „gemeinsam kämpfen und feiern für eine starke antifaschistische alternative Gegenkultur in Mainz!“ – unter dem Dach der Universität. Die Antifa oder auch Antifaschistische Aktion wird vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft und daher von diesem beobachtet.
Nora Becker, Studentin der Universität und stellv. Vorsitzende der JuLis Mainz
dazu:
„Im Sinne dessen, dass öffentliche Institutionen wie die Universität an sich
politisch neutral sein müssen, ist das unfassbar. Dem Haus Mainusch gehören
sofort die überzogenen und nicht zu rechtfertigenden finanziellen Zuwendungen
seitens der Universität gestrichen. Vor allem der AStA als öffentlich-rechtliche
Körperschaft darf keinen Cent der von mir bezahlten Zwangsbeiträge da rein
stecken. Als Bürgerliche werde ich gezwungen, die Antifa zu unterstützen!“

LHG-Vorsitzender Alexander Puderbach fordert:
„Der Mietvertrag zwischen Universität und dem Haus Manisch muss aufgelöst werden, um linksextremen Kräften keine Plattform zu bieten. Insbesondere angesichts des Senatsbeschlusses, der das Tragen burschenschaftlicher Farben an der Universität verbietet, darf die Universität, so denn sie sich schon politisch positioniert, nicht auf dem linken Auge blind sein.“