24.05.2018

Unsere Meinung zum StudiWerk

Versorgung auf dem Campus: Mehr Vielfalt, weniger Gulaschkanone

Von deinem Semesterbeitrag gehen derzeit 94 Euro an das Studierendenwerk, das mit dem Geld hauptsächlich seine Mensen subventioniert. Das sind 188 Euro im Jahr und das bedeutet, dass du für das Mensa-Essen bezahlst, egal ob du es bestellst oder nicht. Dafür erhalten Studierende ein vergünstigtes Essen, so kostet ein Mittagsmenü z.B. statt 4,70 nur 2,85 Euro.
Ist das ein sinnvolles System? Immer, wenn ein allgemeiner Beitrag erhoben und davon Leistungen für alle bezahlt werden, gibt es Gewinner und Verlierer. Wer täglich in der Mensa isst und nur die günstigen Mittagsangebote nutzt (sich also von den völlig überteuerten belegten Brötchen fernhält), bekommt eine Gegenleistung, die seinen eingezahlten Beitrag übersteigen dürfte. Wer dagegen nicht oder selten in der Mensa isst, zahlt einfach nur und muss dieses Geld in anderen Bereichen der Lebenshaltung einsparen.
Es gibt viele denkbare Gründe, die Mensen auf dem Campus nicht oder nur selten zu nutzen. Manchen schmeckt das Essen nicht, einige halten die Portionen für zu klein oder Gerichte für zu ungesund. Manche mögen die Atmosphäre in heruntergekommenen (aber denkmalgeschützten) Gebäuden nicht, andere wollen ihre Mittagspause nicht in einer hektischen Massenabfertigung verbringen. Daneben gibt es noch viel handfestere Gründe, warum die Mensa für viele keine Option ist. An manchen Außenstandorten (z.B. Psychologie, Medizin) gibt es kein adäquates Angebot des Studierendenwerks. Wer im Auslandssemester oder im Praktikum ist, wer aus familiären oder gesundheitlichen Gründen einen großen Teil seines Studiums zu Hause verbringt oder einfach mittags nicht zufällig dann Freistunden hat, wenn die Mensa geöffnet ist, hat doppelt Pech: Diese Studierenden müssen für ein Essen zahlen, das sie nie bestellt haben und auch nicht bestellen können.
Solche „solidarischen“ Beitragsmodelle werden oft damit begründet, dass die leistungsfähige Mehrheit belastet wird, um einer bedürftigen Minderheit eine Vergünstigung zu ermöglichen, die ihren Nachteil ausgleicht. In Wirklichkeit lebt aber die Mehrheit auf Kosten einer Minderheit: Wer nicht in die einfache Schablone des an der Theke abgefertigten Durchschnittsstudenten passt, zahlt ohne Gegenleistung und wird dazu aufgefordert, seine Belastung als Akt der sozialen Wärme zu empfinden. Eine Beitragsbefreiung für Studierende in besonderen Lebenssituationen gibt es nicht und würde vermutlich auch an der überbordenden Bürokratie scheitern.
Der eigentliche Gewinner des Modells ist das Studierendenwerk. Die staatliche Organisation ist für die Gastronomie auf dem Campus Quasi-Monopolist, wird aber wie ein Wirtschaftsbetrieb geführt und verfolgt wirtschaftliche Interessen. Diese beiden Dinge passen nicht zusammen und führen immer wieder zu Problemen. So konnte zum Beispiel die Ansiedlung einer Bäckerei auf dem Campus vor Jahren nur gegen den erbitterten Widerstand des Studierendenwerks umgesetzt werden. Jeder Wettbewerb wird abgelehnt, weil er die eigenen Umsätze gefährdet. Die Versorgung der Studierenden spielt nur insoweit eine Rolle, wie sie fest in der Hand des Studierendenwerks bleibt.
Das Studierendenwerk bemüht sich, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche einzugehen und das Angebot so breit aufzustellen, dass möglichst die Idee eines belebenden Wettbewerbs überhaupt nicht entsteht. Aufgrund der Schwerfälligkeit und festgefahrenen Strukturen funktioniert das nur bedingt. Fast krampfhaft wirkt der Versuch, sich mit einem Food-Truck selbst Konkurrenz zu machen und vor der GFG-Mensa dieselben labberigen Pommes zu verkaufen wie drinnen. Der lange als innovatives Angebot gefeierte „Versorgung auf dem Campus: Mehr Vielfalt, weniger Gulaschkanone
Von deinem Semesterbeitrag gehen derzeit 94 Euro an das Studierendenwerk, das mit dem Geld hauptsächlich seine Mensen subventioniert. Das sind 188 Euro im Jahr und das bedeutet, dass du für das Mensa-Essen bezahlst, egal ob du es bestellst oder nicht. Dafür erhalten Studierende ein vergünstigtes Essen, so kostet ein Mittagsmenü z.B. statt 4,70 nur 2,85 Euro.
Ist das ein sinnvolles System? Immer, wenn ein allgemeiner Beitrag erhoben und davon Leistungen für alle bezahlt werden, gibt es Gewinner und Verlierer. Wer täglich in der Mensa isst und nur die günstigen Mittagsangebote nutzt (sich also von den völlig überteuerten belegten Brötchen fernhält), bekommt eine Gegenleistung, die seinen eingezahlten Beitrag übersteigen dürfte. Wer dagegen nicht oder selten in der Mensa isst, zahlt einfach nur und muss dieses Geld in anderen Bereichen der Lebenshaltung einsparen.
Es gibt viele denkbare Gründe, die Mensen auf dem Campus nicht oder nur selten zu nutzen. Manchen schmeckt das Essen nicht, einige halten die Portionen für zu klein oder Gerichte für zu ungesund. Manche mögen die Atmosphäre in heruntergekommenen (aber denkmalgeschützten) Gebäuden nicht, andere wollen ihre Mittagspause nicht in einer hektischen Massenabfertigung verbringen. Daneben gibt es noch viel handfestere Gründe, warum die Mensa für viele keine Option ist. An manchen Außenstandorten (z.B. Psychologie, Medizin) gibt es kein adäquates Angebot des Studierendenwerks. Wer im Auslandssemester oder im Praktikum ist, wer aus familiären oder gesundheitlichen Gründen einen großen Teil seines Studiums zu Hause verbringt oder einfach mittags nicht zufällig dann Freistunden hat, wenn die Mensa geöffnet ist, hat doppelt Pech: Diese Studierenden müssen für ein Essen zahlen, das sie nie bestellt haben und auch nicht bestellen können.
Solche „solidarischen“ Beitragsmodelle werden oft damit begründet, dass die leistungsfähige Mehrheit belastet wird, um einer bedürftigen Minderheit eine Vergünstigung zu ermöglichen, die ihren Nachteil ausgleicht. In Wirklichkeit lebt aber die Mehrheit auf Kosten einer Minderheit: Wer nicht in die einfache Schablone des an der Theke abgefertigten Durchschnittsstudenten passt, zahlt ohne Gegenleistung und wird dazu aufgefordert, seine Belastung als Akt der sozialen Wärme zu empfinden. Eine Beitragsbefreiung für Studierende in besonderen Lebenssituationen gibt es nicht und würde vermutlich auch an der überbordenden Bürokratie scheitern.
Der eigentliche Gewinner des Modells ist das Studierendenwerk. Die staatliche Organisation ist für die Gastronomie auf dem Campus Quasi-Monopolist, wird aber wie ein Wirtschaftsbetrieb geführt und verfolgt wirtschaftliche Interessen. Diese beiden Dinge passen nicht zusammen und führen immer wieder zu Problemen. So konnte zum Beispiel die Ansiedlung einer Bäckerei auf dem Campus vor Jahren nur gegen den erbitterten Widerstand des Studierendenwerks umgesetzt werden. Jeder Wettbewerb wird abgelehnt, weil er die eigenen Umsätze gefährdet. Die Versorgung der Studierenden spielt nur insoweit eine Rolle, wie sie fest in der Hand des Studierendenwerks bleibt.
Das Studierendenwerk bemüht sich, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche einzugehen und das Angebot so breit aufzustellen, dass möglichst die Idee eines belebenden Wettbewerbs überhaupt nicht entsteht. Aufgrund der Schwerfälligkeit und festgefahrenen Strukturen funktioniert das nur bedingt. Fast krampfhaft wirkt der Versuch, sich mit einem Food-Truck selbst Konkurrenz zu machen und vor der GFG-Mensa dieselben labberigen Pommes zu verkaufen wie drinnen. Der lange als innovatives Angebot gefeierte „Mensa-Blitz“ floppte, weil er außer dem hauseigenen Filterkaffee und den bekannten Brötchen nichts zu bieten hatte.
Hinter solchen gutgemeinten Versuchen steht immer die Vorstellung, dass nur mit einem öffentlich finanzierten und staatlich beauftragten Rundum-Sorglos-Anbieter eine Versorgung auf dem Campus möglich ist und dass Innovation immer nur in festen, planerisch gestalteten und bürokratisch administrierten Systemen stattfinden kann. Die Folge ist, dass permanent an den Bedürfnissen vorbei geplant wird. So haben die letzten Umsatzeinbußen des Studierendenwerks nicht nur zu einer Erhöhung der Mensapreise, sondern vor allem zu einer saftigen Beitragserhöhung auf jetzt 94 Euro pro Semester geführt. Jedes privat geführte Restaurant würde geringere Kundenzahlen zum Anlass nehmen, die Speisekarte, die Qualität der Gerichte oder die Atmosphäre im Gastraum zu überdenken und Kunden durch ein verbessertes Angebot zurückzugewinnen. Das Studierendenwerk hat eine andere, nachfrageunabhängige Stellschraube: Durch einen höheren Beitrag kann sie sich das Geld einfach von allen (inklusive der Unzufriedenen) holen und Verluste auffangen, ohne sich über wirtschaftliche Anreize überhaupt Gedanken zu machen. Mit über 30.000 Zwangskunden lässt sich ein Betrieb auch ohne tragfähiges Geschäftsmodell führen.
Anstatt an einem System voller Fehlanreize und Interessenkonflikte festzuhalten und veraltete Strukturen nur nach ihren wohlmeinenden Zielsetzungen („sozial“, „solidarisch“, „gemeinnützig“) zu beurteilen, sollten wir das Thema „Gastronomie- und Lebensmittelversorgung auf dem Campus“ ganz neu denken und Lösungen danach bewerten, wie nützlich sie für Studierende wirklich sind und welche Möglichkeiten sie ihnen bieten. Wenn man das tut, muss man eindeutig zwei Dinge feststellen: Das Studierendwerk hat das gute, ausgewogene und vielfältige Essen nicht erfunden, sondern versucht nur, den Anschluss an private Anbieter nicht zu verlieren. Und einen einzigen Anbieter vor Wettbewerb zu schützen, sorgt nicht für niedrigere Preise und höhere Qualität, sondern führt zum Gegenteil. Dass Wettbewerb das Geschäft belebt und Innovation fördert, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Wer aus Vorurteilen gegenüber Marktmechanismen auf einem System besteht, in dem Angebot und Nachfrage möglichst ausgeschaltet sind, nimmt Misswirtschaft und eine schlechte Versorgung in Kauf.
Warum probieren wir nicht etwas Neues? Die Universität kann überall auf dem Campus Gebäude und Flächen an verschiedene Restaurants verpachten. Ein vielfältiges Angebot ergibt sich aus der Vielfalt der Anbieter und ihrer Möglichkeit, auf neue Trends und Entwicklungen individuell und schnell zu reagieren. Glauben wir wirklich, dass besondere Essenswünsche (vegetarisch, vegan, glutenfrei, Bio, koscher, halal, Fair-Trade, fettreduziert…) am besten von einem Massenbetrieb erfüllt werden und nicht von zehn oder zwanzig kleinen Gastronomen, die ihr eigenes Angebot und ihre eigene Ausrichtung haben? Was hindert uns daran, das Angebot zu vergrößern und damit die Möglichkeiten für ein leckeres Mittagessen zu vervielfachen?
Warum gibt es keinen Supermarkt auf dem Campus, in dem man sich günstige Getränke oder Snacks kaufen kann? Wer sich in den Cafeterien des Studierendenwerks schnell zwischen zwei Veranstaltungen etwas zum Mitnehmen kauft, zahlt deutlich mehr als in jedem Lebensmittelmarkt und scheint überhaupt nicht von den Subventionen zu profitieren. Lassen wir zu, dass das Studierendenwerk auch in den nächsten Jahren sein Angebot konkurrenzlos hält und darüber entscheidet, ob sich ein Supermarkt ansiedeln kann oder nicht?
Wie wäre es mit einem Kiosk, der auch spät abends noch Getränke verkauft? Einer Pizzeria? Einer Eisdiele? Der Campus ist groß und belebt genug, um über alle diese Optionen nachzudenken. Universitätsleitung und AStA müssen sie ernsthaft und Betracht ziehen und ein Konzept entwickeln, mit dem Veränderungen angestoßen werden. Die Meinung des Studierendenwerks zu solchen Ideen ist aufgrund ihres eigenwirtschaftlichen Interesses vollkommen klar und sollte außer Betracht bleiben, wenn wir wirklich etwas verbessern möchten. Wer einen Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche nach ihrer Meinung fragen.
Hören wir auf, nach Ausreden für schlechte Qualität und Preiserhöhungen zu suchen. Lassen wir eine Entwicklung zu, deren Ergebnisse wir nicht bis ins letzte Detail vorher festlegen und geben wir Studierenden, Gastronomen und Händlern die Möglichkeit, durch ihre eigenen, freien Entscheidungen zu einer besseren Versorgung beizutragen. Befreien wir uns von der Vorstellung des 19. Jahrhunderts, Essen müsste aus der staatlich finanzierten Gulaschkanone kommen und in langen Warteschlangen verteilt werden. Der erste Schritt muss sein, den Wettbewerb durch neue Pachtverträge zu fördern. Langfristig das Studierendenwerk und seine Einrichtungen Schritt für Schritt privatisieren. Auch auf den Zwangsbeitrag zur Mensa-Subventionierung kann dann verzichtet werden. floppte, weil er außer dem hauseigenen Filterkaffee und den bekannten Brötchen nichts zu bieten hatte.
Hinter solchen gutgemeinten Versuchen steht immer die Vorstellung, dass nur mit einem öffentlich finanzierten und staatlich beauftragten Rundum-Sorglos-Anbieter eine Versorgung auf dem Campus möglich ist und dass Innovation immer nur in festen, planerisch gestalteten und bürokratisch administrierten Systemen stattfinden kann. Die Folge ist, dass permanent an den Bedürfnissen vorbei geplant wird. So haben die letzten Umsatzeinbußen des Studierendenwerks nicht nur zu einer Erhöhung der Mensapreise, sondern vor allem zu einer saftigen Beitragserhöhung auf jetzt 94 Euro pro Semester geführt. Jedes privat geführte Restaurant würde geringere Kundenzahlen zum Anlass nehmen, die Speisekarte, die Qualität der Gerichte oder die Atmosphäre im Gastraum zu überdenken und Kunden durch ein verbessertes Angebot zurückzugewinnen. Das Studierendenwerk hat eine andere, nachfrageunabhängige Stellschraube: Durch einen höheren Beitrag kann sie sich das Geld einfach von allen (inklusive der Unzufriedenen) holen und Verluste auffangen, ohne sich über wirtschaftliche Anreize überhaupt Gedanken zu machen. Mit über 30.000 Zwangskunden lässt sich ein Betrieb auch ohne tragfähiges Geschäftsmodell führen.
Anstatt an einem System voller Fehlanreize und Interessenkonflikte festzuhalten und veraltete Strukturen nur nach ihren wohlmeinenden Zielsetzungen („sozial“, „solidarisch“, „gemeinnützig“) zu beurteilen, sollten wir das Thema „Gastronomie- und Lebensmittelversorgung auf dem Campus“ ganz neu denken und Lösungen danach bewerten, wie nützlich sie für Studierende wirklich sind und welche Möglichkeiten sie ihnen bieten. Wenn man das tut, muss man eindeutig zwei Dinge feststellen: Das Studierendwerk hat das gute, ausgewogene und vielfältige Essen nicht erfunden, sondern versucht nur, den Anschluss an private Anbieter nicht zu verlieren. Und einen einzigen Anbieter vor Wettbewerb zu schützen, sorgt nicht für niedrigere Preise und höhere Qualität, sondern führt zum Gegenteil. Dass Wettbewerb das Geschäft belebt und Innovation fördert, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Wer aus Vorurteilen gegenüber Marktmechanismen auf einem System besteht, in dem Angebot und Nachfrage möglichst ausgeschaltet sind, nimmt Misswirtschaft und eine schlechte Versorgung in Kauf.
Warum probieren wir nicht etwas Neues? Die Universität kann überall auf dem Campus Gebäude und Flächen an verschiedene Restaurants verpachten. Ein vielfältiges Angebot ergibt sich aus der Vielfalt der Anbieter und ihrer Möglichkeit, auf neue Trends und Entwicklungen individuell und schnell zu reagieren. Glauben wir wirklich, dass besondere Essenswünsche (vegetarisch, vegan, glutenfrei, Bio, koscher, halal, Fair-Trade, fettreduziert…) am besten von einem Massenbetrieb erfüllt werden und nicht von zehn oder zwanzig kleinen Gastronomen, die ihr eigenes Angebot und ihre eigene Ausrichtung haben? Was hindert uns daran, das Angebot zu vergrößern und damit die Möglichkeiten für ein leckeres Mittagessen zu vervielfachen?
Warum gibt es keinen Supermarkt auf dem Campus, in dem man sich günstige Getränke oder Snacks kaufen kann? Wer sich in den Cafeterien des Studierendenwerks schnell zwischen zwei Veranstaltungen etwas zum Mitnehmen kauft, zahlt deutlich mehr als in jedem Lebensmittelmarkt und scheint überhaupt nicht von den Subventionen zu profitieren. Lassen wir zu, dass das Studierendenwerk auch in den nächsten Jahren sein Angebot konkurrenzlos hält und darüber entscheidet, ob sich ein Supermarkt ansiedeln kann oder nicht?
Wie wäre es mit einem Kiosk, der auch spät abends noch Getränke verkauft? Einer Pizzeria? Einer Eisdiele? Der Campus ist groß und belebt genug, um über alle diese Optionen nachzudenken. Universitätsleitung und AStA müssen sie ernsthaft und Betracht ziehen und ein Konzept entwickeln, mit dem Veränderungen angestoßen werden. Die Meinung des Studierendenwerks zu solchen Ideen ist aufgrund ihres eigenwirtschaftlichen Interesses vollkommen klar und sollte außer Betracht bleiben, wenn wir wirklich etwas verbessern möchten. Wer einen Sumpf austrocknen will, darf nicht die Frösche nach ihrer Meinung fragen.
Hören wir auf, nach Ausreden für schlechte Qualität und Preiserhöhungen zu suchen. Lassen wir eine Entwicklung zu, deren Ergebnisse wir nicht bis ins letzte Detail vorher festlegen und geben wir Studierenden, Gastronomen und Händlern die Möglichkeit, durch ihre eigenen, freien Entscheidungen zu einer besseren Versorgung beizutragen. Befreien wir uns von der Vorstellung des 19. Jahrhunderts, Essen müsste aus der staatlich finanzierten Gulaschkanone kommen und in langen Warteschlangen verteilt werden. Der erste Schritt muss sein, den Wettbewerb durch neue Pachtverträge zu fördern. Langfristig das Studierendenwerk und seine Einrichtungen Schritt für Schritt privatisieren. Auch auf den Zwangsbeitrag zur Mensa-Subventionierung kann dann verzichtet werden.